10 Schritte zum Erreichen eines selbstbestimmten Lebens

1 Nimm Dein inneres Kind an und lasse seine Gefühle zu

Dies ist der schwierigste Schritt überhaupt. Oft finden wir uns in Situationen wieder, in denen wir eine Handlung vornehmen, die in keinster Weise unserem Wunsch entspricht. Es fühlt sich irgendwie so an, als ob ein Teil in uns unterbewusst das Sagen übernimmt. Kennst Du das, wenn Du eigentlich zu jemandem nein sagen willst, es aber nicht schaffst, weil eine Stimme in Dir sich nach Anerkennung und Liebe sehnt und deshalb ja sagt? Das könnte Dein eigenes inneres Kind sein. Wenn man sich dessen nicht bewusst ist, kann es sich anfühlen wie ein ständiger innerer Kampf. Um diesen Kampf in einen liebevollen Dialog zu verwandeln, ist es unabdingbar, dass Du den Zugang zu Deinem inneren Kind findest und ihm die Liebe und Anerkennung gibst, die es als Kind von seiner Umgebung möglicherweise nicht bekommen hat.

2 Löse Dich von Deiner Familie

Ich treffe immer wieder auf Menschen, die selbst im hohen Erwachsenenalter nicht dazu in der Lage sind, sich gegenüber ihren Eltern durchzusetzen oder zu sagen: “ Nein, das möchte ich nicht!“ Wir sind als Kinder abhängig von unseren Eltern und auch von anderen engen Bezugspersonen, weil wir alleine nicht überleben können. Wir nehmen die Glaubenssätze dieser Bezugspersonen an und wir sind bis zu einem gewissen Zeitpunkt zutiefst davon überzeugt, dass alles, was uns unsere Liebsten mitgegeben haben, auch für uns selbst gilt! Diese Rechnung geht jedoch nicht auf, weil jeder Mensch einzigartig ist und weil wir sehr unterschiedlich sind. Es ist immens wichtig, dass Du eine innere Distanz zu Deinen engsten Bezugspersonen bekommst, um die für Dich geltenden Glaubenssätze, die Dich glücklich machen, finden zu können.

3 Sag nicht „ja“, wenn Du „nein“ sagen willst

Wer kennt das nicht…eine gute Freundin bittet Dich darum, für sie zu lügen und ihr ein Alibi zu verschaffen, damit es nicht auffliegt, dass sie ihrem Freund fremdgegangen ist. Jetzt steckst Du in einer Zwickmühle, weil Du eigentlich ein aus tiefstem Herzen ehrlicher Mensch bist und Lügengeschichten nicht unterstützen möchtest, andererseits willst Du Deine gute Freundin nicht verlieren…

Wie entscheidest Du Dich? Machst Du Deine Entscheidung abhängig davon, wie Deine Freundin reagieren wird oder lebst Du Deinen eigenen inneren Wert, an den Du zutiefst glaubst und der für Dich der einzig richtige Weg ist? Ich möchte Dich dazu ermutigen, DEINEN Weg zu gehen, unabhängig von einem anderen Menschen. Die Menschen, die Dich wirklich lieben, tun es, weil sie genau diese Dinge wie Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Treue an Dir schätzen. Deine angebliche gute Freundin dagegen, verlangt von Dir, dass Du Deine eigenen Werte verletzt. Sie interessiert sich gar nicht für Dich, sondern nur dafür, dass Du ihre Bedingungen erfüllst.

Wenn Du lernst „nein“ zu sagen, wirst Du die Menschen finden, die wirklich zu Dir passen und die Dich von Herzen lieben, weil Du so bist, wie Du bist und nicht weil Du so bist, wie sie Dich gerne hätten.

4 Setze liebevolle Grenzen

Wir alle sind täglich von vielen Menschen umgeben und da wir soziale Wesen sind, können wir alleine auch nur sehr schwer existieren. Es ist deshalb unabdingbar, dass wir uns gegenseitig unterstützen und helfen. Und dennoch hat jeder Mensch seine eigenen Grenzen, die nur er selbst kennt.

Manchmal kommen am Tag 10 Menschen auf einmal und wollen irgendetwas von einem und irgendwann wird es einfach zu viel. Dein Gegenüber kann allerdings nicht wissen, dass vor ihm schon 9 Andere um Deine Hilfe gebeten haben. Wenn der 10. kommt, darfst Du deshalb ganz nett und freundlich sagen: „Ich stehe morgen gerne wieder zur Verfügung, aber heute muss ich meine Energie erst mal wieder aufladen und mich ausruhen. Frag mich bitte morgen noch einmal.“ Damit greifst Du den Anderen nicht an, sondern schilderst lediglich, wie es Dir geht und wie Du Dich fühlst. Dies ist eine gute Möglichkeit, bestimmt, aber nicht verletzend Grenzen zu setzen.

5 Du kannst es nicht Jedem Recht machen

Dieser Punkt liegt mir besonders am Herzen, weil ich eine sehr lange Zeit selbst geglaubt habe, dass ich es schaffen könnte, jedem meiner Mitmenschen gerecht zu werden. Aber es geht schlicht und einfach nicht. Und es geht deshalb nicht, weil wir alle unterschiedliche Bedürfnisse haben. Es gibt noch nicht einmal 2 Menschen auf diesem Planeten, die absolut identische Bedürfnisse haben. Wir sind alle so individuell und verschieden, dass es nicht möglich ist, mit jemandem absolut und zu einhundert Prozent immer auf der gleichen Wellenlänge zu sein.

Ich habe früher immer versucht, die Erwartungen meiner Mitmenschen zuerst zu erfüllen und hatte mich dabei komplett selbst vergessen. Sei Dir selbst der wichtigste Mensch und höre zuerst auf Deine Bedürfnisse, sonst bleibst Du selbst auf der Strecke und lebst nicht, sondern wirst gelebt! Du bist nicht auf dieser Erde, um die Erwartungen anderer Menschen zu erfüllen, sondern um Deinen Seelenplan zu erfüllen und dabei ein glückliches Leben in Fülle zu geniessen.

6 Höre auf Deine innere Stimme

Wir leben in einer Welt, die sich ziemlich schnell dreht und in der sich alles rasant schnell entwickelt. Zu schnell, meiner Meinung nach. Wir stecken in einem System fest, das uns auf Dauer krank machen kann, wenn wir nicht aufpassen. Deshalb ist es immens wichtig, ab und zu innezuhalten, in sich hineinzuhören und sich selbst die folgenden Fragen zu stellen:

  • Bin ich zufrieden, geht es mir gut?
  • Ist der Job, den ich ausübe meine Berufung? Ergibt es einen Sinn, was ich tue?
  • Sind die zwischenmenschlichen Beziehungen, die ich habe so, wie ich sie mir wünsche?
  • Fühle ich mich in meinem Zuhause wohl?
  • Bin ich in mir selbst zuhause?
  • Tun mir die Menschen um mich herum gut und unterstützen sie mich darin, mich weiterzuentwickeln?

Die Liste könnte noch unendlich fortgeführt werden. Wenn wir nicht ab und zu anhalten, in uns hineinhören und uns diese Fragen stellen, laufen wir im Hamsterrad mit und merken gar nicht, dass uns jeden Tag kostbare Lebenszeit entweicht, die wir nicht mit den Dingen und Menschen verbringen, die uns eigentlich am Herzen liegen. Und irgendwann ist das Leben vorbei und wir bereuen zutiefst, nicht schon früher auf unsere innere Stimme gehört zu haben.

7 Lerne loszulassen

Oft haben wir andere Menschen so gerne, dass es uns schwerfällt, sie loszulassen und sie ihren eigenen Weg gehen zu lassen. Wir möchten sie beschützen, sie vor seelischen Schmerzen bewahren, sie festhalten, mehr Zeit mit ihnen verbringen, ihnen helfen, usw. Wir glauben auch zu wissen, was gut für sie ist. Je mehr wir einen Menschen festhalten wollen, desto mehr wird er sich irgendwann von uns entfernen.

In uns allen schlummert ein gewisser Drang nach Freiheit, der je nach Mensch mehr oder weniger stark ausgeprägt ist. Wenn wir einen anderen Menschen zu sehr einengen, wird dieser Freiheitsdrang irgendwann so stark, dass diese Person keine andere Möglichkeit hat, als zu gehen und aus diesem vermeintlichen Gefängnis auszubrechen. Deshalb ist dies ein ungeschriebenes Gesetz: „Je mehr Du einen Menschen loslässt, umso mehr wirst Du ihn FREIWILLIG an Dich binden.“ Denn wenn Du loslässt, kann Dein Gegenüber ganz alleine frei und selbst entscheiden, ob es Zeit mit dir verbringen möchte oder nicht und es fühlt sich nicht dazu gezwungen oder aufgefordert.

8 Kompromisse sind wichtig, aber nicht, wenn sie faul sind

Ein guter Kompromiss ist für mich dann gut, wenn beide Menschen etwas davon haben. Doch wie oft kommt es vor, dass einer von beiden nachgibt, um es dem anderen Recht zu machen und um einem Streitgespräch aus dem Weg zu gehen. Aber tief im Inneren hätte sich der Nachgebende eigentlich etwas anderes gewünscht. Ich halte das nicht für den richtigen Weg! Wenn ein Mensch Dich aufrichtig liebt, dann hat er ein Interesse daran, dass es Dir bei allem, was Du tust, gut geht!

Beispiel: Du hasst es ins Kino zu gehen, Dein Partner liebt es aber. Ein Nachgeben wäre es jetzt zu sagen: „Ich komm mit Dir, um Dir einen Gefallen zu tun (aber eigentlich habe ich dazu keine Lust)“. Ein guter Kompromiss wäre es für mich zu sagen: „Ich mag es nicht ins Kino zu gehen, aber ich kann verstehen, dass es Dir Spaß macht. Kannst Du vielleicht einen guten Freund oder eine gute Freundin bitten, mit Dir zu kommen?“ Damit bekommt Dein Partner seinen Kinobesuch und Du kannst in dieser Zeit das tun, was Dir Spaß macht!

9 Kennst Du Deine Werte?

Menschen sind anders, Menschen sind unterschiedlich und sie haben auch unterschiedliche Werte. Ich begegne jedoch sehr vielen Menschen, die ihre Werte gar nicht kennen und die gar nicht wissen, warum und wieso sie jeden Morgen aufstehen und wofür sie leben. Wie heißen sie, Deine innersten Werte? Was ist Dir wichtig? Worauf legst Du Wert? Ehrlichkeit, Treue, Vertrauen, Pünktlichkeit, Toleranz, gute Kleidung, ein hübsches Gesicht, innere Werte, Wertschätzung? Was wünschst Du Dir aus tiefstem Herzen im Umgang mit anderen Menschen? Wie möchtest Du behandelt werden und wie möchtest Du andere behandeln? Kennst Du die Antwort auf diese Frage?

10 Übe Dich im Alleinsein

Wie bitte? Ja, Du hast richtig gelesen! Wenn Du unabhängig sein willst, dann musst Du Dich alleine mit Dir wohlfühlen! Warum? Weil Du sonst nur dann glücklich sein kannst, wenn andere Menschen in Deiner Nähe sind und das macht Dich…ABHÄNGIG! Es geht nicht darum, sich zu verschließen und sich irgendwo einzuigeln, aber ich finde es total wichtig, dass man sich auch in einer Partnerschaft bewusste Zeiten alleine mit sich selbst nimmt! Nur so, kannst Du in Dich hineinhören und Dich fragen: „Ist der Weg auf dem ich bin noch der richtige oder ist es an der Zeit, etwas zu verändern?“

Möchtest Du Dir gerne ein selbstbestimmtes Leben schaffen und alle diese Schritte umsetzen? Dann hol Dir Unterstützung. Buche Dir noch heute einen Termin für ein kostenloses Freiheitsgespräch. 

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